Da liegt sie und schläft. Das kleine Mädchen, mit einer Naht vom Brust- bis zum Schambein. Ihre lange Wunde schaut recht schaurig aus, ihre Stimme erzählt von Schmerzen, und mein Herz blutet. Viel verändertes Gewebe habe sie herausschneiden müssen, sagte die Tierärztin und vertröstete uns stirnrunzelnd auf den histologischen Befund, mit dem wir mit etwas Glück schon Ende der Woche rechnen können. Strikte Kragenpflicht herrscht nun unterm seroposchistischen Dachgebälk – kaum war die Kleine wach, schon klebte die Zunge am Pflaster, noch bevor zwei wankende Schritte drin waren, jetzt bleibt sie mit dem doofen Ding wieder überall hängen, und wie wir sie so zum Trinken überreden wollen, das wollen wir dann auch noch sehen. Ach, Herzeleid, ich kann es gar nicht beschreiben. Sie weint nach dem Dicken, der muss aber für heute noch getrennt von ihr bleiben, heute ist Krankstube ohne Besuchszeiten, das versteht weder sie, noch hat er ein Einsehen, und so maunzen sie sich Unverständliches unter dem Türschlitz hindurch zu, was für ein Fiasko. Das Schlimmste, wie gehabt; zuschauen müssen, abwarten müssen, geduldig sein und hoffen. Da hätte ich mir lieber heut morgen den Mantel vom eigenen Leibe gerissen und die Tierärztin angerufen: Hier, nehmen’ses von mir, ein schöner Schnitt von Kehle bis Bauchnabel, ich versteh ja warum es so wichtig ist und kann damit umgehen, ich weine auch nur leise und halt auch freiwillig ein paar Tage still, versprochen, also ran.
Ich danke euch allen da draußen, die so lieb Daumen gedrückt und Gedanken gesendet haben. Sehr.
Man visualisiere einen entspannten Abend im April. Wir liegen zu viert gemütlich auf der Couch und genießen die Ruhe, da macht klein Phoebe sich auf einmal ganz besonders lang und streckt mir ihren Bauch entgegen. Anstatt wie erwartet einen glatten Bauch
Aufgenommen: Dienstag, 24. Juni 2008